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Taler für Berg- und Taltouren
Thalfang. Kaum bietet das Hunsrückhaus einen Erbeskopf-Tourentaler an, da sind auch schon etliche davon verkauft. Das Sammelobjekt erinnert Besucher an (Urlaubs-)Orte und erwanderte Strecken.
(urs) Die Zugspitze ist ebenfalls mit dabei: Unter der Nummer 480 ist der mit 2962 Metern höchste Berg Deutschlands als "Tourentaler" gelistet. Folglich befindet sich der 816 Meter hohe Erbeskopf, die höchste Erhebung von Rheinland-Pfalz, in bester Gesellschaft. Denn neuerdings können wanderbegeisterte Sammler auch ihn als Tourentaler mit nach Hause nehmen. Statt des Gipfels ziert den Taler Nummer 200 allerdings das am Fuße des Erbeskopfes stehende Hunsrückhaus. Anders als herkömmliche Wanderstock-Plaketten, sind die bedruckten Holztaler aber nicht zum ständigen Mitnehmen gedacht. Als reines Sammlerobjekt wandern sie vielmehr in spezielle Ordner, die dann dauerhaft die eigene Wanderfreudigkeit dokumentieren.
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"Es ist mehr ein Erinnerungsstück von den Orten, an denen man schon einmal war", erklärt Katharina Schneider, die derzeit für die Thalfanger Verwaltung im Hunsrückhaus Dienst tut. Als sie per E-Mail von dieser Idee erfuhr, fühlte sie sich auf Anhieb angesprochen. Schließlich seien auf den Talern ja ausschließlich "besondere Punkte" zu sehen. Etwa Baudenkmäler wie Burgen und Schlösser, historische Städte oder Kirchen und Museen. Für Schneider stand daher rasch fest: "Der höchste Punkt in Rheinland-Pfalz hat das Recht, auch dazu zu gehören." Dass es nicht der Gipfel ist, der den Taler ziert, sondern das Gebäude der Natur- und Umweltbildungsstätte Erbes kopf, hat sich ebenfalls Schneider überlegt. Die Darstellung des Gipfels sei nicht eben einfach. Mit dem ins Auge gefassten Kunstobjekt wäre das natürlich etwas anderes. Ein weiterer Beweggrund zum Mitmachen war für Schneider die Erkenntnis, damit Vorreiter zu sein. In der ganzen Region gebe es bisher keinen einzigen Tourentaler.
Die bisherige Nachfrage gibt ihr Recht. Es seien zwar nicht Hunderte von Besuchern, die sich nach dem Tourentaler erkundigten. Doch schauten immer wieder Leute vorbei, um den Taler zu kaufen. Vor allem in den neuen Bundesländern sei dieses System bekannt. In Regionen wie der rund um den Rennsteig habe das Wandern ja schon früher einen höheren Stellenwert gehabt als etwa im Hunsrück. Seit Juli haben daher bereits rund 40 Taler zum Stückpreis von 2,50 Euro den Besitzer gewechselt. Allmählich wird es laut Schneider daher Zeit für die erste Nachbestellung. Denn wenn erst einmal dafür geworben werde, steige die Nachfrage sicher an.
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