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Kein Rollstuhl für Kronkorken

02. Juni 2008 von volksfreund.de

Trier. Nach einem Jahr Kronkorken sammeln kam die Ernüchterung: Die gemeinnützige Aktion, durch die ein Rollstuhl besorgt werden sollte, gibt es nicht mehr. Dennoch wird weiter gesammelt - nun für die Villa Kunterbunt.

(LH) Unzählige Male haben sich Aktive vom Reit- und Zuchtverein Herresthalerhof gebückt und Kronkorken vom Boden aufgehoben. Ein großes Ziel hatten sie vor Augen: Für 500 Kilogramm Kronkorken sollte es als Gegenwert einen Rollstuhl geben, mit dem man einen Behinderten froh machen wollte.

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Die Reiter sammelten seit mehr als einem Jahr fleißig, doch dann erfuhren sie eher zufällig, dass die Hilfs-Aktion gar nicht (mehr) existiert. Waren sie einem Schwindel aufgesessen? "Was sollten wir nun machen", rätselten der Vorsitzende Bernd Alt und seine Kollegen. Mittendrin aufhören? Genau das wollten sie nicht, nachdem ein Grundstock von sieben prallvoll gefüllten Säcken parat stand. Der Schrotthandel kam ihnen schließlich als letzte Chance in den Sinn: "23 Cent das Kilogramm sind zwar nicht die Welt, aber eine Möglichkeit, das gesammelte Zeug loszuwerden - und für einen guten Zweck weiterzumachen."

Die Villa Kunterbunt soll nun bedacht werden. Aber nur mit einer "Klecker-Spende" anzuklopfen, ist dem Verein dann doch zu blöd. Deshalb wird weiter gesammelt. Die Initiatoren der Aktion vom Reit- und Zuchtverein Herresthalerhof (40 Mitglieder) hoffen, dass sich möglichst viele Gleichgesinnte finden, die mitmachen. Und sie fühlen sich bestärkt, denn der Schrottpreis für Metall ist weiter steigend...

Kontaktadressen für die Kronkorken-Sammelaktion: Bernd Alt, Telefon: 00352/621134587, E-Mail: bernd.alt @schenker.com, Heiko Hein, Telefon: 0176/20133261. Internet: www.rzv-herresthalerhof.de.vu

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