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TBB Trier erteilt Giganten eine Lehrstunde
Düsseldorf. Zweiter Auswärtssieg der Saison: Die TBB Trier hat sich nicht von den finanziellen Sorgen im Umfeld anstecken lassen. Nach sechs Niederlagen in Folge boten die Trierer am Samstag beim souveränen 78:62 (40:29) in Düsseldorf eine eindrucksvolle Leistung.
(AF) "Mann, Mann, Mann - was ist denn hier los?" Der Hallensprecher im schmucken Düsseldorfer Burg-Wächter Castello weiß selbst nicht so recht, wie ihm und seinem Team geschieht. Das letzte Viertel des Spiels steht noch aus. Aber dass dieser letzte Abschnitt noch irgendwie spannend werden kann, daran glaubt wohl keiner der Zuschauer. Mit 22 Punkten führen die Trierer zu diesem Zeitpunkt. Teilweise stutzen die Trierer die Giants auf Zwergengröße zusammen. Eine Lehrstunde von einem Team, das zuletzt sechsmal verloren hat und auswärts bis dahin nur ein Spiel gewonnen hatte.
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Am Ende erlaubten die Trierer noch etwas Ergebniskosmetik. Statt einem Sieg mit fast 30 Punkten Unterschied - so sah es noch Mitte des letzten Viertels aus -, hieß es am Ende "nur" 78:62. Das war für Giants-Trainer Achim Kuczmann zumindest ein schwacher Trost: "Wir haben uns nicht aufgegeben", sagt er und verteilt Komplimente an die Gäste: "Trier hat sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sehr gut gespielt."
TBB-Trainer Yves Defraigne durfte sich auch darüber freuen, dass sein Team endlich einmal konstant auf hohem Niveau spielte - wenn man die bedeutungslosen Schlussminuten ausnimmt: "Das war eine echte Teamleistung, ein für uns perfektes Spiel."
Die TBB startete furios in die Partie - gerade in der Offensive lief es für die Trierer bestens. Von den ersten zehn Korbversuchen saßen neun. Vor allem Power Forward Chris Copeland, dessen Einsatz nach einer im Spiel gegen Berlin erlittenen Sprunggelenksverletzung lange Zeit fraglich war, hatte sich einiges vorgenommen. Schon im ersten Viertel gelangen dem Amerikaner 13 Punkte, am Ende waren es 20. Die TBB spielte konzentriert und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. George Evans sorgte mit der Halbzeitsirene und seinen ersten Punkten für eine zweistellige Führung (40:29). Während die Trie rer in der ersten Halbzeit viele Punkte aus der Distanz machten, lief es später auch unter dem Korb immer besser. Maksym Shtein hatte richtig Spaß an der Partie (Defraigne: "Er hat einen sehr guten Job gemacht"). Als Jamal Shuler erstmals die Führung auf über 20 Punkte ausbaute, war das Spiel entschieden. Zu souverän war die TBB. Das Selbstbewusstsein wuchs mit jedem Korb. Am Ende war es fast deklassierend. Mit dem Sieg gegen den Abstiegskandidaten im Rücken können die Trierer entspannter zum nächsten Auswärtsspiel fahren. Die Aufgabe am Freitag in Frankfurt dürfte um einiges schwieriger werden.
TBB Trier: Copeland 20, Shuler 16, Shtein 13, Raivio 11, Brown 6, Evans 4, Gillingham 4, Pekovic 2, Zirbes 0, Picard 0
Beste Schützen Düsseldorf: Bailey 18, Geib 10, Walker 10
Viertelstände: 18:25, 29:40, 43:65, 62:78
Zuschauer: 2560
Kommentare
gibt's eigentlich deutsche in irgendeinem verein??
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