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Der Abstiegskampf hat begonnen
Trier. Der TBB fehlt ein kühler Kopf - 88:92 gegen Ludwigsburg. Es war wie so oft in den letzten Wochen. Die Trierer Bundesliga-Basketballer haben erneut ein Spiel in der Schlussphase verloren.
(wir) Der Rückschluss, der bei oberflächlicher Betrachtung nahe liegen könnte, dass es an der Kondition mangelt, ist definitiv falsch. Was das Team vielmehr beim 88:92 (46:46) gegen EnBW Ludwigsburg und auch den meisten Niederlagen zuvor offenbarte, ist Kopflosigkeit in den Minuten die über Sieg oder Niederlage entscheiden.
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38 Minuten lang agierten die Gastgeber – das gilt in erster Linie für die Offensive – durchdacht, systemtreu und variabel. Die Folge: Sie lagen fast während der gesamten Partie in Führung, freilich ohne sich jemals klar absetzen zu können. Als sie nach einem kurzen Blackout mit neun Punkten in Rückstand gerieten (69:78/31.), holten sie mit denselben Tugenden wieder auf und gingen sogar nochmals mit 86:85 (38.) in Führung. Doch dann hatten die 2945 Fans, die trotz widriger Witterungsverhältnisse den Weg in die Halle gefunden hatten, ihr Deja-vu. In der Defensive wurden die Dreierschützen des Gegners wie Haynes und Thompson nicht eng genug verteidigt und in der eigenen Offensive herrschte die totale Ratlosigkeit. Die Trierer brachten keinen koordinierten Angriff mehr zustande. Es wurde um die Zone herum gespielt, es war zu wenig Bewegung ohne Ball zu sehen und daher gelang es auch keinem Spieler, genügend Freiraum für einen sicheren Wurf zu bekommen.
Folgerichtig blieben nur noch Einzelaktionen und die noch unter Zeitdruck. Von Hause aus wenig erfolgversprechend und letztlich auch erfolglos. Am Schluss blieb nur noch die Taktik, mittels Fouls die Uhr zu stoppen. Und das half wenig, weil Trier die Mannschaftsfoulgrenze noch nicht erreicht hatte und Ludwigsburg einwerfen durfte und jedes Mal neue 24 Sekunden zum Angriff bekam.
Dieses Spiel zeigte erneut: Es fehlt ein Führungsspieler. Spieler, wie sie Trier früher mit Carl Brown oder Bernard Thompson hatte. Aber die wachsen nicht auf den Bäumen. Und so gut das Team auch harmoniert – es gibt keinen, der die Schlagzahl vorgibt. Defraigne war frustriert: „Wir waren in allen Statistiken besser, nur im Rebound nicht.“ Jeder Basketballer weiß, Rebounds sind in erster Linie Einstellungssache.
Vorbildlich war Maksym Shtein, der wegen des Ausfalls von George Evans aber einziger gelernter Center war und in der entscheidenden Phase auch keinen Ball mehr sah. Defraigne machte auch „mentale Probleme“ aus. Und stellte fest: „Uns fehlt der entscheidende Wille.“ Das sind keine guten Vorzeichen, denn spätestens mit der Niederlage gegen die Schwaben ist klar: Die TBB kämpft gegen den Abstieg. Ohne Wenn und Aber müsssen von den noch ausstehenden Spielen die gegen Paderborn und Hagen (jeweils zuhause) und am besten auch noch das in Gießen und gegen den MBC gewonnen werden. Sonst geht es abwärts.
TBB Trier: Shtein (23), Raivio (7), Karamatskos (0), Gillingham (6), Picard (n.e.), Neitzel (7), Zirbes (0), Andreev (n.e), Pekovic (9), Copeland (22), Shuler (14)
EnBW Ludwigsburg: Chennoufi (2), King (15), McCray (2), Thompson (16), Jones (11), Heyden (.e.), Haynes (18), Chaney (6), Freeman (11), Sanders (n.e.), Lollis (7), Visser (4)
Viertelstände: 25:24; 46:46 (Halbzeit); 69:75; 88:92 (Endstand)
Kommentare
nicht nur die tbb steht auf den tabellen weit unten :D
.. die menschheit auch! :D
bei otto-normal schon :)
nicht nur die ottos! ;)
SVE 05 steht auch aufem abstiegstreppchen...
waren die schonmal woanders? xD
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